Wie Skigebiete und Profis gemeinsam den Weg in eine nachhaltige Zukunft ebnen
Der Winter fängt nicht erst am Berg an. Oft entsteht das Gefühl schon auf dem Weg dorthin — wenn aus dem Zugfenster verschneite Wälder auftauchen oder man in einen ruhigen, autofreien Ortskern kommt. Die Anreise wird zunehmend Teil des Erlebnisses, und viele Regionen haben erkannt, wie viel Potenzial genau dort liegt.
In den letzten Jahren hat sich unglaublich viel verändert. Immer mehr Skigebiete setzen heute auf Mobilitätskonzepte, die Stress reduzieren, das Erlebnis verbessern und gleichzeitig die Klimabilanz deutlich senken. Und auch der Profi-Wintersport macht vor, wie moderne Mobilität aussehen kann.
Morzine, Avoriaz und Les Gets zeigen, wie moderne Wintersportorte Mobilität konsequent neu denken. Der AlpinExpress Pass richtet sich an Gäste, die mit dem Zug anreisen — und macht diese Entscheidung spürbar attraktiver.
Warum das so wirkungsvoll ist:
Rund 60 % der CO₂-Emissionen eines Skiurlaubs entstehen durch die Anreise.
Nachhaltigkeit wird hier nicht als Verpflichtung vermittelt, sondern als Vorteil.
Vorteile für Gäste:
Ermäßigungen auf Skipässe
Rabatte beim Verleih
Angebote im Ort
Unterstützung bei der letzten Meile ins Skigebiet
Für viele ist die Anreise der stressigste Teil des Urlaubs. WinterRail vernetzt inzwischen rund 100 Skigebiete — mit optimierten Umstiegen, Kooperationspartnern und direktem Anschluss an Skibusse.
Vorteile:
entspannte Anreise ohne Stau
direkter Zugang zu Ski-Bussen
weniger Gepäckschleppen
früher in Urlaubsstimmung
Zermatt und Saas-Fee gehören zu den bekanntesten autofreien Orten der Alpen — und zeigen eindrucksvoll, welchen Unterschied kluge Mobilität machen kann.
Vor Ort dominieren:
Elektrotaxis
kleine E-Shuttles
kurze, fußläufige Wege
Das Ergebnis: Ruhe, klare Luft und ein authentischeres Wintergefühl mit geringeren Emissionen.
Das Netzwerk Alpine Pearls verbindet Städte und Dörfer in Deutschland, Österreich, Italien und Slowenien, die ein gemeinsames Ziel teilen: Ein Winterurlaub soll komplett ohne das eigene Auto möglich sein.
So funktioniert‘s:
eng getaktete Ski-Busse
Shuttles zwischen Dörfern, Liften und Unterkünften
E-Carsharing im Ort
Bahn-Kombiangebote
2023 wurde Oberstdorf mit dem Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen in der Kategorie „Starter“ ausgezeichnet.
Darum überzeugt Oberstdorf:
"Bus inklusive“-Konzept
fußgängerfreundlicher Ortskern
starke Bahn-Anbindung
Weiterentwicklung des nachhaltigen Tourismusleitbilds
Der professionelle Wintersport übernimmt zunehmend Verantwortung für seine Emissionen und Mobilität.
Wichtige Fakten:
Die FIS veröffentlicht seit 2025 detaillierte CO₂-Berichte.
Saison 2024/25: 3,4 % weniger CO₂-Emissionen (506.513,7 t vs. 524.238 t).
Ziele: 50 % Emissionsreduktion bis 2030, Klimaneutralität bis 2040.
Konkrete Maßnahmen:
Bündelung der Nordamerika-Tour reduziert Flugreisen
Freiwillige und Helfer:innen beim World Cup Åre erhalten Bahnreisekonditionen und wohnen in Unterkünften fußläufig zu den Events.
Was uns diese Beispiele lehren:
Nachhaltige Anreise funktioniert.
Sie macht den Urlaub angenehmer.
Sie wird Stück für Stück Standard.
Der Profi-Sport sendet positive Signale.
Wer heute klimabewusst reist, schützt nicht nur die Bergwelt. Er sorgt auch dafür, dass wir das Gefühl eines perfekten Skitages — klare Luft, leiser Schnee, Freiheit zwischen den Gipfeln — auch morgen noch erleben können.
Montagne Verte / AlpinExpress
WinterRail Initiative
Alpine Pearls
Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen – Oberstdorf
FIS CO₂ Emissions Report 2024/25
FIS Sustainability Strategy 2030/2040
World Cup Åre – Nachhaltigkeitsmaßnahmen
Nachhaltigkeitsprofile Zermatt / Saas-Fee